Human Design und Gender - Juli 2025
01. Juli 2025 11 Min.

Human Design und Gender - Juli 2025

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Human Design und Gender - Juli 2025
Folge 7 11 Min. 10 Downloads

Über diese Episode

In dieser Folge von Human Design Inside spricht Andrea Reikl-Wolf über das Thema Gender im Human Design. Die Körpergrafik zeigt kein Geschlecht – doch Genotyp, Phänotyp und gesellschaftliche Konditionierungen spielen eine große Rolle. Andrea beleuchtet, wie sich die vier Typen unterschiedlich in Männern und Frauen ausdrücken können, warum patriarchale Strukturen auch Human Design beeinflussen, und weshalb es wichtig ist, die eigene Strategie und Autorität unabhängig vom Geschlecht authentisch zu leben.

Human Design Inside ist ein Podcast von Dr. Andrea Reikl-Wolf, international anerkannte Human Design Lehrerin und Ausbildnerin. Mehr Informationen, Kurse und Angebote findest du auf www.humandesign.at 

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Transkript (1,468 Wörter) - Automatisch transkribiert — Ungenauigkeiten bei Namen/Fachbegriffen sind möglich.
Das heutige Human Design Insight widmet sich dem Thema Human Design und Gender. Wenn wir so eine Körpergrafik betrachten, können wir nicht erkennen, ob männlich, ob weiblich oder keines von beiden. Das Thema im Human Design, so wie es der Raha sehr früh gesehen hat, hat er dann mal so flapsig gesagt, naja, Gender und ob männlich oder weiblich, das ist ja alles eigentlich Thema einer Konditionierung und des Umfeldes, quasi nach dem Motto, wenn man jemanden rosa anzieht oder jemanden blau anzieht. Natürlich ist das jetzt auch sehr flapsig gesagt, aber wir haben schon gewusst, worauf der Rat hinaus will. Natürlich hat ganz, ganz viel mit Konditionierung zu tun. Aber ich als Genetikerin, habt ihr natürlich so meinen Blickwinkel drauf. Als Genetikerin vom Genotyp her, kenne ich nur zwei Geschlechter. Wenn mal XX vorkommt, weiblich, feminin. Wenn mal XY vorkommt, männlich, maskulin. Es gibt natürlich hier auch manche genetischen Mutationen, wie die XXX-Frau und die Glienerfelder Männer. Aber Genetik sagt das sehr, sehr eindeutig. Und das nennen wir den sogenannten Genotyp. Dann gibt es aber auch noch so etwas wie den Phänotyp. Da kann es anders ausschauen. Also an der Oberfläche, an der Form, an der Psyche kann es durchaus nicht so eindeutig sein. Und daher sehe ich das natürlich als absolut legitim an, wenn es da halt in einen Personalausweis oder in eine Reise passt, dann halt keines von beiden steht. Aber wie gesagt, es gibt halt so die Unterschiede, das muss man immer genau schauen. Wovon reden wir? Vom Genotyp oder vom Phänotyp? Und das Thema Gender im Human Design ist eigentlich sehr, sehr spät gekommen. Das ist so ein bisschen parallel gelaufen eben mit der PAS beziehungsweise mit der Religpsychologie. Und das war eigentlich schon immer für den Ra klar nicht, dass das Tor 3, das war die Anfangsschwierigkeit, das Tor des Ordnens, sehr viel mit der genetischen Differenzierung in Bezug auf Gender zu tun hat. Es sind aber auch noch mehrere Tore involviert, was auch so wirklich in Parallelität zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt, wo man sagt, Männer und Frauen sind doch sehr unterschiedlich. Und das kommt man halt jetzt langsam drauf, zum Beispiel in der Medizin, nicht so nach dem Motto Herzinfarkt bei Frauen, ganz anders wie bei Männern, auch mit der Therapie. Und allgemein geht man jetzt immer mehr und mehr auch in die Gendermedizin hinein. Und immer zu differenzieren, auch in der Therapie wie in der Diagnose, mit wem habe ich es denn zu tun? Mit einem XX oder mit einem X17? Und so auch jetzt im Human Design zusammen, hefte ich mir das jetzt quasi an meine Agenda für die nächste Zeit, da auch wirklich einen Unterschied zu machen in den Grundtypen. Das ist das Thema, mit dem ich auch in der Plauderei jetzt begonnen habe, nämlich wir reden immer im Human Design über den Projektor, den Generator. den Manifesto und den Reflektor und das alles irgendwie geschlechtsneutral. Und ich denke, das war auch richtig und wichtig, solange bis das wirklich jedem, der mit Human Design zu tun hat, in Fleisch und Blut übergegangen ist. Aber dann sollten wir uns alle überlegen, wie unterschiedlich doch diese vier Grundtypen in Bezug auf Mann und auf Frau funktionieren. Da nenne ich jetzt nur mal Manifesto. Der Initiator. Na ja, und was ist mit der Initiatorin? Wie weit kann sie es leben? Die Generatorin, wo man quasi ihr mit dem Heftpflaster schon draufgepickt hat. Klassische Rolle, die wir hier in unserer Gesellschaft haben. Ich übertreibe jetzt ein bisschen so, ja, die brave Gebärmaschine, die ihre Jobs erledigen muss, weil Der Menschheit muss sich weiterentwickeln. Natürlich ist das jetzt sehr übertrieben, aber natürlich, die Generatoren sind dafür geschaffen, das Leben in die Welt zu bringen. Und auf der anderen Seite, die Projektorinnen, neue Führungspersönlichkeiten, in welchem Bereich? Und die Reflektorinnen, inwieweit hört man Frauen zu, wenn sie einem etwas übers Milieu erzählen wollen? Ich weiß, es ist provokant, aber wenn wir uns so anschauen, die Gleichberechtigung existiert überhaupt nicht. Wir reden nur alle davon, aber alleine, dass es so etwas wie den Equal Pay Day gibt, sehe ich als Frau schon als frech und pur. Also wenn ich das auf mich beziehe, ja, Gott sei Dank, ich bin selbstständig, ich mache mir meine Preise selber Und da gibt es sowas wie ein Equal Pay Daily. Aber ich habe gewusst, in der Wissenschaft, vor vielen, vielen Jahren, wo ich noch tätig war, da habe ich doch um einiges weniger bekommen, wie die selben Kollegen, die den selben Job erledigt haben. Und noch gleichzeitig musste ich taffer und härter und mehr arbeiten, damit ich dieselbe Anerkennung als Frau bekommen habe. Und Gott sei Dank, Human Design, da gibt es Mehrzahl Frauen. Weil natürlich Frauen ein ganz anderes Verständnis von sich selber haben und um die persönliche Weiterentwicklung sehr bemüht sind, weil sie eben merken, sie sind immer wieder im Hintertreffen. So nach dem Motto, na wenigstens entwickle ich mich persönlich selber weiter und vielleicht reicht es dann auch einmal, irgendwann einmal mehr Kohle zu kriegen. Also es ist natürlich auch sehr überzogen gesagt, aber Ich beobachte das halt die ganze Zeit. Und natürlich, immer wenn so die Sonnenposition im zweiten Viertel ist, wird das ein massives Thema. Denn jetzt in dem Thema des zweiten Viertels, da haben wir hauptsächlich sogenannte weibliche Gottheiten. Und diese Konditionierung, die über die Gottheiten laufen, ist so nach dem Motto, er erfüllt eine Rolle als Frau und so nach dem Motto ordnet sich in dieser patriarchischen Gesellschaft unter. Und auch viele Frauen, die in diesem Viertel geboren sind, da gibt es zwei unterschiedliche, wenn man es jetzt einmal bis in die Extreme geht, etwas sind das so total feministisch, und die anderen, die sich brav einfügen, in diese klassische Rolle der Frau. Und ich möchte denjenigen Frauen, die jetzt zuhören, das ein bisschen zu denken geben. Im Sinne von, Wie weit kann ich wirklich mein Sein in dieser Welt leben? In dieser Welt, die patriarchalisch ist. In dieser Welt, die Männer dominiert ist. Und so nach dem Motto, auch auf den Grundtyp zu schauen und sich zuzugestehen, die jeweiligen Innen in diesen Grundtypen leben doch anders als die Männer. Und das auch leben zu dürfen. Und mit Typ, Strategie, Autorität wirklich mehr und mehr in dieses, es ist egal, ob ich jetzt eine Frau bin oder ein Mann bin. Ich darf auch in meinem Sein existieren. Ich darf meine Bedürfnisse äußern. Ich darf meine sakrale Response, meine Einladung, mein Initiieren und mein Reflektieren wirklich so leben, wie ich bin. Weil ganz oft bemerke ich natürlich, dass Frauen zu mir in die Beratung kommen, in die Kurse und dann irgendeinen Macho zu Hause sitzen hören, der dann sagt, naja, also Moment einmal, das geht jetzt nicht. Da kommt immer so ein ganz berühmtes Beispiel, wie eine Frau, das ist wirklich in meinem Kurs mal gewesen, hat gelernt, dem Typ Strategie und Autorität anzuwenden und ist dann eben nach dem Kurs, damals noch Live-Kurs, nach Hause gekommen und das war so ein richtiger Macho, der immer nach der Arbeit nach Hause gekommen ist, sich aufs Sofa gelegt hat und dann hat er mir gesagt, Schatzi, bring mir das Bier. Na ja, als Generatorin hat sie mal grundsätzlich zu mir gesagt, du pass auf, also willst du ein Bier haben, willst du dann? Frag mich mal. Und war verwundert, war nicht der Mann, wer da gesagt hat, Schatzi, magst du mir nicht das Bier bringen? Sie, ah ah, Nein. Also nach dem Motto, was magst du jetzt gerade, weil das folgt mir jetzt gar nicht. So oft kennen wir das. Wo eben der Support gerade von der männlichen Seite nicht mehr da ist. Wo auch der Support von der Familie nicht da ist. Weil halt alles so in diesem klassischen männlichen Gefüge halt dann irgendwie verwunderlich ist und auch teilweise Aufstand geben wird, weil die Frau plötzlich in ihr Seil kommt. Also so als Thema für alle Frauen im Human Design, wirklich ins Einkommen, egal was da ist. Und es gibt halt eben nicht eine Serie, wir beginnen jetzt mit Projektorinnen, wo ich einfach ganz tolle Frauen interviewe, die auf ihrem Weg im Human Design sind. Also auch vielleicht mal in die Plauderei reinhören. Es ist ein längeres Interview, aber ein längeres Gespräch. Es war super schön, mit Sabrina in den Austausch zu gehen.
Also auch dann viel Spaß beim Zuhören bei der Plauderei. Never Ends