Folge 3: Sonja über Mutterschaft, Burnout & das wahre Sein als Projektorin
26. November 2025 46 Min.

Folge 3: Sonja über Mutterschaft, Burnout & das wahre Sein als Projektorin

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Über diese Episode

In dieser berührenden Folge spricht Dr. Andrea Reikl-Wolf mit Sonja – einer Projektorin, Mutter und Lehrerin –, die offen über ihre Erfahrungen mit Human Design, Erschöpfung und Selbstfindung erzählt. Sonja beschreibt, wie sie erst durch ihr Verständnis als Projektorin begriffen hat, warum sie jahrelang gegen ihre eigene Natur gearbeitet hat – und wie sie lernen musste, ihre Energie zu schützen, Grenzen zu setzen und sich selbst zu respektieren.

Projektorinnen ist ein Podcast von Dr. Andrea Reikl-Wolf, international anerkannte Human Design Lehrerin und Ausbildnerin. Mehr Informationen, Kurse und Angebote findest du auf www.humandesign.at

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Transkript (6,028 Wörter) - Automatisch transkribiert — Ungenauigkeiten bei Namen/Fachbegriffen sind möglich.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Ja, liebe Projektorinnen, wir sind bei unserem Podcast, wo wir speziell das Leben, das Tun von Projektorinnen betrachten, weil es ist schon eine Besonderheit, in einem patriarchalen System als Managerin, Lenkerin und Leiterin da zu sein. Und auf der einen Seite kann man ja sagen, das sind diejenigen, die den Haushalt schupfen und die Kinder schupfen und das sind sie eben, Manager, Lenker und Leiterin. Nur Projektorinnen sind halt nicht für die Arbeit geschaffen. Heute ein Gast aus einer meiner Ausbildungen, Sonja. Herzlich willkommen, danke, dass du die Einladung angenommen hast. Magst du dich mal kurz vorstellen?
Gerne habe ich die Einladung angenommen. Dankeschön. Ja, ich bin die Sonja. Ich kenne das Human Design jetzt seit ungefähr knapp drei Jahren. Habe es durch meinen jetzigen Lebenspartner kennengelernt und er hat mich sehr neugierig darauf gemacht. Im Sinne von, nachdem ich ja gerne lerne, das muss ich mir genauer anschauen. Ja, und so bin ich dazugekommen, habe dann Living Your Design gemacht und den ganzen Weg und befinde mich zurzeit im PETEL 1. Ja, und gleichzeitig habe ich jetzt noch mit der Refsoziologie begonnen, weil das tatsächlich mein Spezialinteresse ist. Vom Grundberuf her bin ich Sonderpädagogin und arbeite mit beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen. Und ich bin selber Mama eines mittlerweile 24-jährigen Sohnes.
Ja, danke Sonja. Ja, was natürlich ich als Generatorin überhaupt nicht nachvollziehen kann, ich meine jetzt wirklich energetisch, körperlich, was es heißt, ein Projektor zu sein. Ich bin da ja immer sehr gut im Beobachten und ich habe natürlich dieses Wissen und ich unterrichte es, aber es mental verstanden zu haben, es beobachten zu können, ist ein Riesenunterschied zu dem, Ich immer sage, es selber zu sein. Meine erste Frage so an dich. Wie ist es dir ergangen, wie du das erste Mal gehört hast, du bist eine Projektorin? Was war das für ein Feeling für dich, wie dir das erklärt hat?
Ja, das war sehr spannend, weil ich habe mich ein bisschen bestätigt gefühlt in meinem inneren Wissen. ein bisschen was ist anders bei mir. Also das ich hätte zwar jetzt nie so wirklich benennen können oder erklären oder erfassen können, aber es war innerlich irgendwie so, ja, da ist was anders, aber ich habe halt nicht gewusst, was. Ja, das war spannend. Mhm.
Naja, beim Projektor, da gibt es ja eine ganz besondere Art und Weise, wie man hier Entscheidungen trifft. Da gibt es ja die Alltagsentscheidungen und die großen Entscheidungen. Wie ist es dir da so ergangen in den zwei unterschiedlichen Strategien? Hast du das am Anfang annehmen können oder hat es eine Zeit lang gebraucht? Wie gesagt, wie ist Alltag und wie sind die großen Entscheidungen für dich?
Naja, die Alltagsstrategie, es soll halt leicht gehen. Das klingt sehr einfach, das ist gar nicht so einfach umzusetzen, weil man ist so in einem Hamsterrad drinnen, um so viel zu erledigen und zu funktionieren. Und Die andere, ja, sich Zeit zu lassen bei Entscheidungen und vor allem eben darauf zu warten, dass man eine Einladung bekommt. Also das ist jetzt tatsächlich für mich total neu gewesen, einmal zu erfassen, was ist das überhaupt? Und was bedeutet das für mich? Klingt einmal, ja, auf eine Einladung warten, ja, eh. Aber was ist das eigentlich? Und ich habe da viel herum experimentiert, einmal das Theoriewissen nachgelesen. Aber ich habe lange nicht gewusst, was es eigentlich für mich selber bedeutet. Und ich bin dann tatsächlich draufgekommen, so dieses, ja... Dieses Gesehenwerden funktioniert dann am besten, wenn tatsächlich meine Zeit, Ressource respektiert wird. Im Sinne von, es wird nicht einfach über mich verfügt. Okay. Das ist tatsächlich was, da bin ich sehr empfindlich. Und wenn das er respektiert und mich dann fragt, ob ich tatsächlich Zeit habe für irgendwas, Dann bin ich aufgeschlossener, das habe ich schon gemerkt. Und dann fühle ich mich auch mehr gesehen und respektiert.
Es geht ja im Grunde genommen darum, es beginnt ja damit, dass du gesehen wirst und wie du so schön sagst, respektiert wird, damit überhaupt die Einladung kommt.
Genau.
Also was ist für dich eine Einladung oder was brauchst du, damit du dich eingeladen fühlst, abgesehen von den Zeitressourcen, dass man nicht über dich verfügt?
Naja, das ist einmal der erste Schritt und dann natürlich muss ich eine Frage oder eine Bitte oder je nachdem, was der andere möchte von mir, das muss ich für mich stimmig anfühlen. Und da habe ich eine Zeit gebraucht, wo es das sein könnte. Und da bin ich einmal sehr in mich gegangen, ja... Was sind denn da meine Talente? Für was kann ich denn meine Dienste sozusagen anbieten? Und das sind tatsächlich bei mir so diese Sachen, die mit Kreativität zu tun haben und mit Gemeinschaften zu tun haben. Und ich kann mich da an ein Beispiel erinnern, da sind tatsächlich Kollegen zu mir gekommen und meinte, Sonja, könntest du dir da was überlegen für unsere Schulaufführung? Du kannst ja das so gut, du bist da sehr kreativ. Und natürlich war das mit Arbeit verbunden, aber in dem Fall habe ich mich tatsächlich angesprochen gefühlt und gesehen gefühlt, weil sie bemerkt haben, ja, da ist eine Stärke, da ist ein Talent, da kann ich die Gemeinschaft unterstützen. Und das war ein total gutes Gefühl und das war dann für mich auch keine Arbeit mehr. Also das ist mir total leicht von der Hand gegangen dann. Also das war so ein praktisches Beispiel, wo ich das so richtig gespürt habe, ja, Da werde ich jetzt gesehen für etwas, was ich kann und dann mache ich das gerne und es ist dann keine Arbeit mehr und keine Belastung mehr, sondern es macht mir dann einen Spaß und ich habe dann eine Freude, wenn ich dann etwas beitragen habe können, das für andere leichter geht.
Das ist ein super Beispiel. Und ich denke, du hast jetzt auch in den letzten Jahren noch schon mehrere gehabt. Ich würde jetzt sagen, mit der Zeit, also wir sagen ja ungefähr mit dreieinhalb Jahren, ist unser Break-Even-Point. Das heißt, wir haben ja siebenjährige Dekonditionierungszyklen und so mit dreieinhalb, das habe ich von vielen Leuten, aber auch in meinem Leben, mit dreieinhalb Jahren merkt man es dann am meisten. Und dann bis zu sieben Jahre merken es eher die anderen. Und jetzt ist natürlich die Frage, was hat sich in diesen drei Jahren durch dieses Wissen in deinem Selbstverständnis oder in deinem Leben verändert als Projektorin?
Es ist gar nicht so leicht zu beantworten. Was ich sehr wohl festgestellt habe, dass ich das klingt jetzt ein bisschen komisch, aber ich selbst sein darf. Und zwar nicht als, ohne schlechten Gewissen auch einmal Nein sagen zu dürfen, nicht auf alles anspringen zu müssen. einfach bei mir selber sein zu dürfen und ich sein zu dürfen. Ich weiß nicht, ob das zu abstrakt klingt, aber ich nehme mir das jetzt auch immer mehr heraus. Das ist eigentlich verrückt, wenn man es so bezeichnet, aber es ist so. Ich besinne mich auf das, für was ich da sein sollte. Natürlich ist das kein Selbstläufer und ich falle noch immer wieder auf die Nase, also ich lerne jeden Tag. Aber so dieses wirklich so, dass ich sein dürfen ohne schlechten Gewissen, ohne mich vor Konsequenzen fürchten zu müssen oder sich scheuen zu müssen, sondern so bin ich und so darf ich auch sein.
Ja, das ist eigentlich eine wunderschöne Umschreibung von dem, was es wirklich ist, was wir im Human Design durch die korrekten Entscheidungen auch bewirken wollen. Dass man so sein darf, wie man ist und dass man sich niemandem mehr verbiegen muss. Dieses echte, authentische Bewusstheit in Borm leben. Dann kommen wir natürlich zu der eigentlichen Aufgabe des Projektors oder der Projektorin, managen, lenken und leiten. Dieses Thema, war dir das vor dem Human Design schon bewusst oder ist das erst mit der ersten Info gekommen?
Also diese Wörter managen, lenken und leiten waren mir so als Begriffe nicht so bewusst für mich selber. Wobei ich sagen muss, dadurch, dass ich Lehrerin bin, ist mir natürlich das bewusst, weil wenn man eine Schulkasse hat, dann tut man in gewisser Weise leiten und linken und diese Gemeinschaft managen. Ich habe es nur nicht so bewusst wahrgenommen gehabt. Als Mutter natürlich... Natürlich tut man da auch in irgendeiner Form managen, war mir aber so in diesem Sinn jetzt in Bezug auf das Wissen jetzt des Projektors natürlich nicht so bewusst, dass das eigentlich ja ständig schon da war.
Ja, und wenn du jetzt da in deinem Prozess drinnen bist, wann spürst du heute am deutlichsten, dass du wirklich managed längst leitest, ohne dass man dir jetzt die Schiffsposition gibt? Ja, das ist ja klar, wenn man sagt, okay, du bist Schulleiterin, ich sage jetzt einmal eine Hypothese, dann ist es klar, nicht, dass du da in der Leitungsposition bist, aber man… Gerade als Projektorin ist es ja ganz oft, dass man diese Fähigkeiten anwendet, ohne dass man da jetzt wirklich diese formale Machtposition hat. Was hat sich verändert und was spürst du jetzt am deutlichsten?
Also ich spüre es wirklich am meisten, wenn ich mir Zeit lasse, mich zurücklehne und darauf warte, dass mich jemand fragt. Das ist... Gar nicht so einfach, weil man sieht, wenn was schief geht. Wenn ich dann tatsächlich im Sinne von, ich werde wahrgenommen, ich werde gesehen und so, ja, die könnte mir helfen, dann spüre ich das schon deutlicher. Und wenn ich auch jemanden und meistens Anja-Generatoren rund um mich, wenn ich dann durch diverse Fragen merke, wie beim anderen, ich sage es jetzt mal lustig, das Licht aufgeht und sich dadurch etwas verbessern kann.
Schön beschrieben. Und wir kennen ja so zwei, ich sage jetzt einmal, gegenteilige Pärchen bei den Projektorinnen. Das eine ist, wenn man eben inkorrekt lebt, haben wir so die Verbitterung und auf der anderen Seite der Erfolg, wenn man einfach korrekte Entscheidungen trifft. Und natürlich, die Verbitterung kennt jeder Projektor, aber was bedeutet für dich Erfolg als Projektorin?
Erfolg. Da habe ich schon lange mal drüber nachgedacht, was das eigentlich heißen könnte. Es ist auf jeden Fall ein Hochgefühl von unglaublicher Wertschätzung, von respektiert werden, von wahrgenommen werden und zwar als ich und nicht in irgendeiner Rolle, wie wir ja alle haben, nicht als Rolle der Mutter, Rolle der Lehrerin, Rolle der Partnerin oder oder Schwestern, was auch immer. sondern das ist wahrgenommen zu werden, weil ich die Sonja bin und raus. Und das ist einfach so ein Hochgefühl, das kann man gar nicht so richtig beschreiben. Ja, das ist wie abheben. Das fühlt sich wirklich toll an und Da entfleucht man dann manchmal so ein tiefer Seufzer. So, ah gut. War schön. Ja, das ist natürlich was, was jetzt nicht jeden Tag vorkommt. Das ist einfach so. Aber wenn das einmal so richtig reinfährt, dann kann das ein richtiger Höhenflug sein. Ja.
Wow. Natürlich, ich sage, ich sehe es halt auch mit dem Erfolg, sondern die Einladung kommt auch nicht jeden Tag. Es ist halt auch mit dem Erfolg so. Wie ich ja schon zu Anfang angesprochen habe, Projektoren sind nicht zum Arbeiten da. Wie du diesen Satz, also speziell Projektorinnen sind nicht zum Arbeiten da. Was hat das mit dir gemacht?
Ja, das war sehr lustig, weil Es war sehr ambivalent im ersten Moment. Auf der einen Seite war es erleichternd, das zu hören. Ja, stimmt, irgendwie so innerlich. Und dann ist sofort die Frage aufgeploppt, zu was denn dann? Also arbeiten müssen wir ja alle. Und ich bin ja auch so erzogen worden. Und für was bin ich denn sonst da? Also das war irgendwie so ganz spannend zu sehen, so auf der einen Seite diese Erleichterung. Ich habe es ja immer schon gewusst, irgendwas ist anders.
Ja, aber zu was denn dann?
Ja, und sich da reinzufinden, wie kann man denn da hinkommen? Ja. dass man eben nicht zur Arbeit da ist. Also wie geht das dann? Und vor allem, das geht ja auch nicht von jetzt auf gleich. Also das ist ja ein Prozess, der wahrscheinlich ewig dauert. Also das war schon sehr spannend, aber wie gesagt, das war so ein ambivalentes Gefühl, einerseits zu wissen, ja, aber die Frage, ja, für was bin ich denn gleich da und wie geht denn das? Wie geht denn überhaupt lenken und leiten? Das klingt so einfach, aber wie funktioniert denn das?
Ja, aber das ist genau das Thema, was ich halt auch schon über lange Zeit beobachte. Wenn ich mich in der Routinearbeit verstricke, was ja eigentlich nicht der Job von Projektorinnen ist, sondern eigentlich nur über Arbeit zu lernen und das dann sein zu lassen, dann brauche ich ja all meine Energie für diese Arbeit, die man eh nicht schafft, weil man hat einfach die Energie des Generators nicht und man rennt auch immer auf geborgter Energie und Da ist einfach keine Ressource mehr da, um zu managen, zu lenken und zu leiten. Und dann gibt es halt immer dieses Thema, wenn ich nicht weiß, wann genug genug ist, durch dieses offene Sakralzentrum, dann gibt es halt immer so dieses Thema der Erschöpfung bis hin zum Burnout. Ich meine, ich denke, das kennst du wahrscheinlich auch ganz gut, oder? Auf der einen Seite hast du es vor Human Design, diese Erschöpfungszustände schon bemerkt und hast du da irgendwas dabei gedacht, beziehungsweise was hat sich verändert, wie du Human Design kennengelernt hast und dann gesehen hast, Moment einmal, also ich bin ja nicht dazu da, erschöpft zu sein.
Ja, also Erschöpfung kenne ich sehr, sehr gut. Und auch dieses angesprochene Burnout habe ich leider Gottes auch schon hinter mir. Das ist allerdings jetzt schon Sechs Jahre her mittlerweile, fünf, sechs Jahre. Und ich bin ja nicht komplett ohne Energie. So ist es ja nicht. Ein paar Motoren habe ich ja. Das kann aber sehr fatal sein, weil das so ein falsches Bild vermittelt. Ich kann ja eh ein bisschen. Und ich neige dann schon darauf, Sehr, habe ich festgestellt, zur Perfektion und habe mich dann komplett überarbeitet und habe mich an Leistung gemessen, habe mich an anderen orientiert. Die anderen arbeiten auch so viel und schaffen das auch und ich muss noch mehr tun und weniger schlafen, dann schaffe ich mehr. Und noch mehr Projekte in der Arbeit, damit ich endlich wahrgenommen werde. Und das war ein richtiger Teufelskreislauf. Und bis ich dann komplett zusammengebrochen bin, eben vor fünf Jahren, und dann ist gar nichts mehr gegangen. Also da habe ich schon gemerkt, ich weiß natürlich von anderen, die auch in Bernhardt gelandet sind, aber Erschöpfungszustände hatte ich immer wieder mal. Mhm. Immer wieder mal, schon als Kind, als Jugendliche, als junge Erwachsene, nur so extrem wie vor fünf Jahren war es überhaupt noch nie und da war wirklich der Ofen aus. Da war ich dann auch nicht mehr arbeitsfähig, da war ich zu gar nichts mehr fähig. Da musste ich wirklich wieder back to the roots, wirklich zurück und zu lernen lernen. Diese ganzen Basisdinge, das klingt jetzt vielleicht komisch, aber zu lernen, genug zu schlafen, einfach nur aufzustehen, sich anzuziehen. Diese Alltagsdinge, die musste ich wieder neu lernen, weil es einfach weg war. Also das war brutal, aber es ist mir gelungen. Ich habe dann auch die Schule gewechselt, weil es einfach dort gar nicht mehr gegangen ist. Ja, auf die eigene Energie zu schauen, das ist sehr, sehr schwierig. Ich habe natürlich das Thema nicht zu wissen, wann genug ist. Also das ist natürlich auch nach wie vor immer wieder Thema. Und ich übersehe es auch jetzt immer wieder noch, obwohl es mir jetzt bewusst ist und ja. Aber das ist gar nicht so einfach, man ist in so einem Hamsterrad drinnen zu funktionieren und an seinen diversen Rollen zu leben und da diesen Fokus drauf zu halten. Acht zu geben auf die eigene Energie, das habe ich wirklich beinhart anlernen müssen. Und das Human Design hat mich da jetzt tatsächlich einfach mega unterstützt. In diesem Sinne, ja, das heißt ja nicht, dass ich jetzt dann faul bin, weil das wäre dann der nächste Gedanke noch.
Aber damit nichts zu tun. Es praktisch gesehen, wie schützt du und pflegst du deine Energie im Alltag? Aber wie machst du das? Wie setzt du Grenzen? Wie kommst du da nicht in diesen Strudel wieder hinein? Hast du da irgendetwas für dich als Strategie oder Technik? Oder fängst du jeden Tag damit an, dass du dich darauf fokussierst? Wie machst du das?
Naja, es fängt grundsätzlich einmal damit an, dass ich am Abend schaue, dass ich rechtzeitig ins Bett komme und dass ich ausreichend Schlaf finde. Und zwar nicht erst auf der Couch einschlafen und dann irgendwie ins Bett wanken, weil dann bin ich wieder putzwach. Und dann rechtzeitig ins Bett gehen und zwar alleine zu schlafen. Das war ein Mega-Challenge in meinem Leben, alleine zu schlafen. Das heißt, mein Partner und ich haben getrennte Schlafzimmer weit genug weg. Also damit ich dann einfach auch einmal... komplett ausgeruht und bei mir munter werden kann und einmal so in den Tag starten kann. Tatsächlich ist es auch so, dass ich nicht knapp aufstehe, sondern eigentlich eine Stunde früher als notwendig, um mir schon in der Früh die Zeit zu geben, alles in Ruhe machen zu können, um dann ruhig bei mir in meinen Tag starten zu können. Zum Beispiel dann eben in eine Arbeit fahren zu können. wenn ich von meiner Arbeit nach Hause komme, habe ich dann tatsächlich wirklich das Glück, dadurch, dass mein Partner auch im Human Design ist, der auch dieses Wissen hat, der mir dann auch diese Ruhephase nach der Arbeit natürlich zugesteht und ich dann einmal eine Stunde, eineinhalb Stunden bei mir sein kann, allein sein kann, um einmal zur Ruhe zu kommen, alles, was passiert ist am Vormittag mit den Kindern und, und, und. dass ich mal ausschnaufen kann, bevor ich in die nächste Energieaura hineingehe. Also das sind eben diese Dinge, die mir sehr gut tun und mich dabei unterstützen, bei meiner Energie bleiben zu können.
Okay. Wenn du jetzt, weil du ja auch in Richtung Profi-Ausbildung gehst, wenn du jetzt mit jemandem arbeiten würdest, der eine Projektorin ist, was wäre der erste Tipp, den du dieser Projektorin gibst, wenn sie beginnt zu versuchen, das zu leben, was sie ist? Was wäre das allererste?
Ah, schwierig. Das allererste, ja. Ähm,
Schätze dich selbst und deine Fähigkeiten und dein Sein.
Ja. Im Sinne von achte auf dich. Du darfst so sein, wie du bist. Da gibt es nichts daran zu rütteln. Das ist in Ordnung. Super.
Sehr schön. Ja, du hast ja erwähnt, dass du schon lange fast ein halbes Jahrhundert Mama bist. Nicht halbes Jahrhundert, Vierteljahrhundert. Wir haben schon eine ganz andere Zeit, Alter. Aber naja, Mutterschaft ist halt schon etwas, was sehr viel Energie braucht. Die ganze Erziehungsarbeit, abgesehen von der Schwangerschaft. Und man erwartet ja so viel heutzutage von den Frauen. Ich bin dann immer böse und sage, manche Männer wollen das ja gar nicht hören. Wo ich dann sage, ja Moment einmal. Also erstens einmal muss man die Putzfrau zu Hause sein. Zweitens die gute Köchin und das Heimchen am Herd, wie so nett die Treadwives machen, die sind ja jetzt im Moment ein Riesenthema. Dann hast du Mutter zu sein, für die Erziehung der Kinder zu sorgen und dann bitte noch eine Top-Liebhaberin. Und Freundin. Da haben wir schon sehr viele Rollen. Da sind wir schon weit über eine Hand hinaus. Das ist so ein sehr traditionelles Rollenbild, was vielleicht Generatorinnen erfüllen können. Ich sage vielleicht, weil das ist auch too much, selbst für einen Generator. Aber jetzt genau dieses Rollenbild, Ehefrau, Mutter, Handel, Hat das jemals auch etwas für dich? Hat das jemals der Wahrheit entsprochen? Wie war das für dich? Wir sind ja alle mit diesen tradierten Rollen groß geworden.
Ja, natürlich bin auch ich in so einer klassisch-konservativen, traditionellen Familie groß geworden. Mutter, Vater, vier Geschwister, wir sind fünf Kinder. Also sehr traditionell. Mein Vater war Arbeiten, die Mutter hat sich zu Hause um alles gekümmert. Also sehr konservativ. Natürlich wollte ich als junge Frau das auch haben. Also das habe ich so erlebt, das habe ich für gut befunden, das muss so sein. Meine Geschwister machten das auch so, also mache ich das auch so. Und trotzdem... gibt es auch da so zwei Seelen in meiner Brust. Also je älter ich geworden bin, umso weniger strebenswert war das für mich. Also es ist sogar dann so weit gegangen, dass ich Das war aber dann schon, als ich meinen Sohn bekommen hatte und dann eben Alleinerzieher war, zu sagen, also nie mehr wieder einen Mann und heiraten schon gar nicht. Also das ist auch tatsächlich was, was ich auch jetzt noch vertrete. Also dieses Nein, einfach Nein, das ist auch so, ja, da bin ich auch ein bisschen ambivalent. Irgendwie eben als junge Frau sehr erstrebenswert, ja, das muss ich machen, weil das machen alle. Aber so in meiner inneren Wahrheit weiß ich, nein, brauche ich eigentlich nicht. Mein Sohn ist da und natürlich könnte ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Aber so dieses, ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden würde, wenn ich jetzt noch mal jung wäre.
Ja, genau.
Also, ja.
Ja, weil eben Projektorin sein entspricht halt nicht dem traditionellen Rollenbild. Und bei dir natürlich im Besonderen, du hast ja diesen Kanal der Community, wo es auch wirklich um diesen Ehevertrag geht und sich um die Gemeinschaft zu kümmern und das klassische Stammesgetue und Familie und so weiter. Das macht es ja noch herausfordernder natürlich bei dir. Aber ja, ist natürlich etwas, wo ich jetzt sagen würde, hast du bis jetzt gut gebeistert, hast dich da gut quasi durchgeschlängelt halt. Natürlich als Mutter, alleinerziehende Mutter, ist es natürlich heftig als Projektorin. Und vor allem, da hat man ja auch einige Erwartungen an dein Muttersein gehabt. Aber das passt halt ja gar nicht zu dir als Projektorin, weil das ist einfach Routinearbeit und du hättest da eigentlich Unterstützung gebraucht. Ja. Also es ist so die Sache, wenn du auf dein Muttersein zurückblickst, wo bist du da an deine Grenzen gekommen oder wo bist du drauf gekommen? Ja, das war schon mein Wunsch hier Mama zu werden, aber irgendwie ist es extrem herausfordernd.
Ja, es ist tatsächlich anstrengend, würde ich mal sagen. Also noch dazu eben als Alleinerzieher und tatsächlich Alleinerzieher, also ohne Vater vom Kind, auch ohne Großeltern, weit weg bzw. schon verstorben. Ich muss aber und darf sagen, ich habe ja vier Geschwister und habe eine sehr gute Beziehung zu ihnen und die waren sehr, sehr unterstützend. Also im Sinne von, sie haben mir manchmal ein paar Tage meinen Sohn abgenommen, damit ich mal ein bisschen durchschnaufen kann. Oder auch einfach nur am Telefon zuhören. Also es war wirklich fast Verstandleitung zu meinen Schwestern, die mich manchmal da durchgetragen haben, weil es einfach wirklich sehr, sehr anstrengend ist. Und vor allem nicht nur diese Dinge wie Haushalt erziehen, kochen, putzen, das alles, sondern auch diese Verantwortung alleine tragen zu müssen. Also das war sehr herausfordernd, sehr, sehr anstrengend. Aber eben, wie gesagt, mit Unterstützung meiner Geschwister war ich da schon ist es leichter gefallen. Natürlich muss man es trotzdem alleine durch, aber ich hatte Unterstützung und das war auch gut so. Und es ist auch nach wie vor, mein Sohn ist jetzt 24, im jungen Design sagt man, es ist immer noch ein Kind. Ja, und das stimmt auch irgendwo. Ich meine, er lebt alleine und macht das alles, aber man merkt schon, er ist doch noch immer ein Kind. Also man hört nicht auf, Mama zu sein.
Ja, genau. Ich glaube, das wird auch selbst wenn du Urgroßmutter wirst, das ist halt noch immer bei uns drinnen. Speziell wenn man halt so wie du ein Profil hat, wo es wirklich ums Erforschen geht und wo man immer von der Unsicherheit in die Sicherheit kommen möchte. Also Ja, spannend. Also so als Projektorin Mama zu sein. Und natürlich kriegt man von außen immer wieder so vorgegeben, das hat man als Mutter zu tun. Und ich denke auch, dass du dich wahrscheinlich das eine oder andere Mal mit anderen Müttern verglichen hast und dich überhundert hast, warum schaffen die das und ich nicht. Aber doch jetzt, vielleicht auch schon vor dem Human Design, hast du irgendwann einmal begonnen, deinen eigenen Weg zu gehen. Wie war das für dich?
Naja, dieses Vergleichen hat es natürlich gegeben. Das Interessante war aber, dass ich bereits relativ früh, da war mein Sohn gerade mal im Kindergarten, damit aufgehört habe, Also diese typischen Mütterstammtischrumpen und dieses, wenn sie das Kind abholen vom Kindergarten und mein Kind kann das und das und das. Also ich habe mich daran nicht beteiligt, ich habe mich ganz bewusst herausgehalten. und insofern habe ich bereits da schon aufgehört zu vergleichen und das gleiche war dann auch als er zur Schule ging natürlich passiert es manchmal aber dieses große Vergleichen so war ich nicht dabei das hat mich nicht interessiert weil es einfach auch nicht zum Vergleichen ist also das sind meistens Vollfamilien mit Großeltern noch im Haus womit soll ich mich da vergleichen das funktioniert ja gar nicht Also dieses Selbstverstehen, es war mir sehr früh bewusst, da meinen eigenen Weg gehen zu müssen und da vielleicht das eine oder andere Mal aus der Reihe zu tanzen, das war mir sehr wohlbewusst. Aber ich habe mir dann halt immer gedacht, okay, der David und ich, wir sind halt einfach ein bisschen special.
Im wahrsten Sinne des Wortes. Ja, wir haben ja heute auch schon einmal über den Erfolg geredet. Jetzt schauen wir uns doch einmal an, was bedeutet Erfolg für dich als Mutter? Das ist schon mal nochmal was anderes, oder?
Das ist ganz was anderes, ja, absolut. Also ich habe eh schon einmal erwähnt, dass ich doch ein bisschen zum Perfektionismus leide und doch sehr hohe Ansprüche an mich selber habe und natürlich auch an andere und auch an meinen Sohn. Erfolg für mich als Mutter... Ich gehe in diese Richtung. Ich habe mir ein, zwei Ziele gesetzt bei der Erziehung, die mir sehr, sehr wichtig waren. Nämlich, ich möchte, dass es meinem Sohn gut geht. Glücklich ist ein hohes Wort, also das verwende ich jetzt ganz bewusst nicht, dass es ihm gut geht und dass er selbstständig wird. Und dass er auch sagen kann, ja, ich hatte eine schöne Kindheit. Weil es gibt so viele, die eben schimpfen und schreckliche Kindheit und ein schwieriges Verhältnis zu den Eltern. Das war mir total wichtig, dass ich ihm das mitgeben kann, dass er gut aufgehoben ist. Und wir führen sehr offene Gespräche, eigentlich von klein auf. Und er versichert mir immer wieder, es war fein, es war toll. Ich kann mich über nichts beschweren. Und er erzählt jedem Freund stolz und stellt mich bei seinen Freunden vor. Und da spüre ich immer wieder diesen Erfolg. Ich glaube, da habe ich so einiges richtig gemacht.
Und das fühlt sich sehr gut an. Ja, und vor allem gerade als Projektorin, da ich sehr auf das Du orientiert bin, denke ich, ist das auch noch, sage ich jetzt einmal, eine Aufgabe für Dich, in der Du wirklich aufgehen kannst, weil da hast Du ja jemanden, auf den Du fokussiert sein kannst. Und da kannst Du ja auch wirklich Deine Qualitäten leben. Und das ist jetzt die Frage, nicht so, wie du diese Mutterschaft gehabt hast. Wie sind da deine Qualitäten rausgekommen? Oder wie sind sie noch klarer, sichtbarer geworden, wo du dann eh gedacht hast, ja, genau, das ist ja das Richtige, was eigentlich ein Projektor machen sollte, wie es das Human Design kennengelernt hast?
Ja, ich habe gemerkt... dass man einfach einen Menschen so sein lassen sollte, wie er nun mal ist. Und jeder hat so seine Stärken und natürlich auch seine Schwächen. Und wie halt jeder einfach immer gestrickt ist. Und da aufmerksamer zu sein, wahrnehmend zu sein und dann auch unterstützen sein zu können, eben zu leiten, zu lenken. Aber alles in einem Rahmen, dass ich auch noch auf meine Grenzen achte und mich nicht übermache. Also das ist da schon nochmal ganz klar herausgekommen und das Es war natürlich sehr herausfordernd, aber dieses meinen Sohn so sein zu lassen, wie er halt nun mal ist und er ist ja Manifestor, also mit allen seinen Qualitäten. Ja, das war ein Lernprozess und da ist das schon nochmal ganz klar rausgekommen. Und wenn er dann ihm hergeht und sagt, ja, er hat es fein gehabt, dann denke ich mal, dass da sehr viel von den Qualitäten hervorgekommen ist.
Ja, definitiv. Ja, wir kommen langsam zu dem Ende von unserem Gespräch. Und ich würde so gerne ein paar Abschlussfragen an dich stellen. Mhm. Wenn du jetzt mit der Erfahrung, die du hast, einerseits Lebenserfahrung, Erfahrung als Mutter, Erfahrung im Human Design als Projektorin, wenn du allen Projektorinnen eine Botschaft mitgeben könntest, was wäre das?
Das klingt jetzt sehr lapidar, aber lerne dich einmal selber gut kennen. Und lass dich darauf ein. Das wäre so meins. Lern dich kennen. Lern deine Fähigkeiten kennen. Lern, wer du bist. Akzeptiere, wer du bist. Das ist nichts Schlimmes, nur weil man weniger Energie hat. Und lass dich darauf ein. Das wäre so meins.
Ach, schön. Ja, und jetzt natürlich an dich und dein Leben. Was wünschst du dir selbst als Projektorin für die kommenden Jahre? Denn die wird spannend sein, die 2027. Und ich sage halt auch immer ganz klar, dass die Projektorinnen wirklich die neuen Wegweiserinnen dieser Zeit sein werden. Das heißt, ihr werdet alle eine sehr bedeutende Rolle kriegen. Dann gibt es natürlich wahrscheinlich auch den einen oder anderen Wunsch. für die Zukunft an dich?
Ja, nachdem ja wir Projektoren nicht alleine auf der Welt sind, wir brauchen die anderen, vor allem die Generatoren oder manifestierenden Generatoren, Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass dieses Zusammenspiel unglaublich schön sein kann, unglaublich viel Befriedigung oder Erfolg bringen, je nachdem. Und da wäre mein Wunsch, wirklich viele Missverständnisse aus der Welt räumen zu können, die da vielleicht da und da noch da sind, die ich so mitbekommen habe. Und auch sich selber vielleicht nicht zu wichtig zu nehmen, weil es ist ja jeder wichtig. Jeder ist etwas Besonderes. Und dieses Zusammenspiel zwischen Generator und Projektor, das wäre mir echt ein großes Anliegen. Es ist nicht, wer besser, wichtiger oder weniger wichtig oder was auch immer. Weil Wir können ja nicht aneinander. Ich denke mal, das kann ganz was Großartiges sein, wenn man das schärft, diesen Blick.
Und das wäre so mein Wunsch. Ja, danke mal, dass du bereit warst, die Einladung anzunehmen. Wir sind fast am Ende. Jetzt kommt natürlich noch eine allerletzte Frage. Hast du irgendeine Frage an mich?
Ja, habe ich tatsächlich. Und zwar, du sagst ja auch immer so schön, und ich habe diesen Satz auch gerne übernommen, jedes Tun hat Konsequenzen. Und wenn ich jetzt Typ Autorität, Strategie lebe, ja, das kann dann manchmal vielleicht zerstörend sein fürs Umfeld. Warum ist der auf einmal anders? Warum bist du jetzt immer so angepasst? wie gut gelingt dir das mit Konsistenzen, egal wie man sich dann entscheidet, weil es ist ja dann egal, wie gut gelingt es dir bei dir selber und zu bleiben im Sinne von deiner Strategie, Autorität und so weiter, weil ich finde das schon sehr herausfordernd.
Mhm, mhm. Ja, also ich bin ja jetzt im fünften Dekonditionierungszyklus. Also ich habe da schon einiges hinter mich gebracht. Am Anfang war das gerade so in der Zeit, in der du jetzt bist, wurde es ganz schwer. Ganz schwer. Und das ist von Dekonditionierungszyklus zu Dekonditionierungszyklus besser geworden. Und wie wir im Human Design sagen, ab 50, 51 mit dem Chiron return wird man erwachsen. Was ich jetzt auch so bemerkt habe, es sind jetzt sieben Jahre her, seitdem ich erwachsen bin. Und ich habe eigentlich dieses Jahr so erst richtig bemerkt, ja, ich bin jetzt angekommen in meinem Erwachsenen-Dasein. Es war vorher schon spürbar, dass es mir irrsinnig unangenehm ist, wenn es unangenehme Konsequenzen sind. Aber das war damals schon so weit, also vor meinem Erwachsenen-Dasein, wo ich sage, ja, ich muss halt damit leben. Ja, auch wenn ich einmal, ich kenne das so gut nicht, wenn dann die Konsequenz anrollt, ja, wird man mal so kurz heiß und kalt und damit sind sie vergaben, ja, und mittlerweile ist es so, ja, so eine Flash kriege ich noch ab und zu, aber... Ich sage, es war offensichtlich nicht für mich, wenn das negative Konsequenzen haben, dass ich hier eine Entscheidung getroffen habe, die vielleicht negative Konsequenzen hat. Die positive Entscheidung war einfach nicht für mich. Und ich sage halt immer, und das wird immer mehr so mein Grundsatz, no choice. Ja. Also, aktuell, wir haben ja vorher kurz gesprochen, mich hat es ja über die Stiegel runtergekaut. Ich bin mir ja ziemlich bei ramponiert an meinem Fesselgelenk. Oh Mann, ja. Ich hätte einen Tag heute ganz anders geplant gehabt. Und das hat halt Konsequenzen gehabt, dass ich es wieder einmal mit meinem definierten Wurzelzentrum eilig hatte. Und die Miezen gehen ja gerne mit mir rauf in den Stock und auch hinunter. Und naja, weil ich es so eilig gehabt habe, bin ich über die Miez geflogen. Was, ja, hat Konsequenzen gehabt. Und das bin ich den ganzen Tag gelegen und habe dann meinen Fuß hochgelagert und gesagt, ja, es wird schon für was gut sein. Das ist letztendlich so die Sache, egal wie die Konsequenz ist, es wird ein Lernthema für mich sein, es wird für mich gut sein und no choice. Aber das akzeptieren zu lernen, Himmel, das war eine lange Prozedur. Und ich kann jetzt auch nicht sagen, dass ich zu 100 Prozent immer d'accord bin und nicht damit hadere, muss ich auch dazu sagen. Aber es wird deutlich leichter.
Ja, deswegen auch diese Frage, weil das ist auch tatsächlich etwas, mit dem ich fast täglich kämpfe.
Aber es wird leichter. Du wirst merken, ab dem siebten Jahr, es wird dann deutlich leichter. Ja, liebe Sonja, ganz, ganz lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.
Gerne.
Und ja, ich denke, da ist ganz viel Weisheit drinnen in unserem Gespräch und eine Anregung für viele Projektorinnen, die diesen Podcast auch in Zukunft hören werden. Ja, ganz lieben Dank und ja, vielleicht auf irgendwann einmal ein weiteres Mal. Also, Dankeschön. Ciao.
Tschüss. Never Ends