Ja, herzlich willkommen im Human Design History Podcast.
Ja, worum geht es hier?
Es geht hier darum, so ein bisschen die Geschichte des Human Designs zu betrachten, mit Anekdoten, vor allem von meiner Seite her, da ich ja schon seit 1997 im System unterwegs bin, auch zu sehen, wie hat sich das System entwickelt, meine persönlichen Geschichten, was ich so als Entwicklung sehe und so.
Mein Gesprächspartner ist Thales, der ein paar Jahre später, nämlich 2017, dazugekommen ist.
Also 1997, 2017, da ist schon ein bisschen was dazwischen.
Und wir sind hier unterschiedlich auch nicht nur im Bezug, wann wir dazugekommen sind, sondern auch vom Alter her.
Ich gehöre dazu den Oldies.
Talis eher zu den Jüngeren.
Ich bin eine Generatorin, 036, emotionale Autorität.
Talis, 1-3, Projektor.
Warum bist du auch jetzt zu diesem Thema Human Design History gekommen?
Was interessiert dich da so, worüber wir plaudern?
Also ich finde es halt sehr interessant zu wissen, wie entstand das, wo kam das her, wie waren die Anfänge, denn man hört immer wieder so Legenden und Mythen und da gibt es irgendwie was, was jemand erzählt und da gibt es was und dann ist das, war ja bestimmt so und so.
Also es gibt viel Interpretation und Projektion, vor allem bezüglich Ra natürlich, weil er war ein 5-1-Profil, also sehr viel Projektion und da ist natürlich immer noch irgendwelche Projektionen, die da herrschen.
Und ich dachte, das wäre ja mal super interessant, dass es so ein Podcast irgendwie, dass man da drin spricht darüber, wie war denn das und wie war das für dich vor allem?
Du hast so viel Erfahrung, du hast so viel da mitgenommen und ich glaube, das ist sehr wertvoll, dass das festgehalten wird, auch für alle Generationen später, dass Menschen wissen, woher kam das?
Weil, ich meine, das ist halt auch mein Kanal, die Vergangenheit, das hilft mir, einen Sinn zu finden für die Zukunft.
Wenn ich das Fundament nicht verstehe, woher das kommt, dann wird, was da rauskommt, auch nicht unbedingt das Gelbe vom Eis sein.
Daher vielleicht jetzt zu Beginn einfach mal die Anfänge vom Human Design.
Also wie waren denn die ersten Jahre?
Wie kamst du da dort überhaupt hin?
Und wie war so der erste Eindruck davon für dich?
Also, soweit ich da auch informiert bin, da geht es auch um den deutschsprachigen Raum, fangen wir mal am Anfang an, beim Encounter.
Also wer sich für den Encounter interessiert und wie das alles funktioniert, hat die Geschichte vom Ra, das gibt es im Internet zu finden.
Der Film heißt Encounter.
Und da bringt er sehr viele Dinge, aber nicht vollständig.
Das war immer das Typische vom Ra, er hat immer so
die großen Brocken erzählt und dann kamen so immer die Zeitgeschichten.
Selbst bei dem Film gibt es schon die ersten Seitenkommentare nachher noch.
Aber das ist mal, denke ich, für jeden, der sich für Human Design und die Geschichte des Human Designs interessiert, ein Must-Have, sich diesen Film anzuschauen.
Einerseits Ra ist hier wirklich sehr, sehr gut, also auch Andreas, der das gefilmt hat und der den Film hergestellt hat,
Da war ich ja dabei.
Und auch wie er den Film geschnitten hat, habe ich ihm immer ein bisschen über die Schulter geschaut.
Der hat das extrem gut gemacht mit dieser Nahaufnahme, die da ist und dann wo er unter diesem riesigen Baum sitzt.
Und da hat er, hat mir Andreas damals gesagt, der ist extrem geeignet, gefilmt zu werden und interviewt zu werden, weil er verhält sich perfekt.
Also das ist wirklich toll, den Tobi zu beobachten und seine Arten und Weisen, wie er Dinge betont und wie er reinschaut.
Natürlich, wenn man ihn so lange kennt, dann weiß man ganz genau, was da ungefähr abgelaufen ist.
Aber das Zweite, jeder von uns kann ein bisschen Englisch und sein Englisch, oder auch wer…
seine Audios und seine Videos sehen möchte.
Das ist ganz klares Englisch.
Relativ wenig Slang dabei.
Er spricht langsam.
Also es ist wirklich für Leute, die jetzt nicht so mega gut Englisch-Erkenntnisse haben, trotzdem extrem gut verständlich.
Also das würde ich ja mal jedem, bevor man sich da näher mit dem Human Design und seiner Geschichte beschäftigt, mal damit sich auseinandersetzen.
Und wie gesagt, den Film gibt es ja schon länger.
In den mittleren 2000er Jahren produziert worden und ich höre mich auch jetzt immer wieder an.
Schaue ich mir nicht immer an, aber ich höre mich manchmal an und da gibt es noch immer diese Goosebimpel-Momente, wo ich mir denke, wow, das war wirklich, muss also ein Wahnsinnserlebnis gewesen sein.
Ja, also das ist so die Info jetzt einmal vom Ra selber.
Deutschsprachiger Raum war ganz spannend.
Ich habe eine der ersten, wenn nicht die erste, die noch lebt, getroffen, Henriette Mark, die Ra Anfang der 90er Jahre, 1991, kennengelernt hat.
Damals gab es noch einen sogenannten...
Übersetzer vom ersten, vom schwarzen Buch, das Human Design System, Jürgen Saupe.
Und Jürgen Saupe war ja sehr dem ganzen indischen Kulturkreis zugetan, damals auch Henriette.
Und so hat Henriette damals Jürgen, man kannte sie ja schon sehr, sehr gut, aber Jürgen hat dann quasi dieser Community vorgestellt und das hat es eigentlich dann bekommen.
Und er ist dann irgendwann einmal nach Wien gekommen, hat im Shambhala, glaube ich, vor drei Leuten seinen ersten Einführungsvortrag gehalten, hat dann eine Zeit lang sogar, glaube ich, auch bei Peter Schöber gewohnt.
Und so hat sich das im deutschsprachigen Raum ganz, ganz, ganz, ganz langsam entwickelt.
Dann kam irgendwann einmal Anfang der 90er Jahre Ilse dazu, die dann begonnen hat, langsam auch in Österreich die Seminare zu organisieren, auch seine Readings zu organisieren.
Immer quasi mit, ich sage jetzt den Beiwagerl Jürgen, weil der immer übersetzt hat.
Und das Gute war ja, sowohl Jürgen als auch Ra waren ja manifestoren.
Und die haben sich extrem gut verstanden.
Der Jürgen hatte 12, 28, war emotional, aber die haben extreme gute Symbiose gehabt, sind da wirklich durch den deutschsprachigen Raum getingelt, von Ort zu Ort und Vorträge und Kurse und so weiter.
Und da ist dann auch quasi das New Sound Services Deutschland entstanden, das sehr lange betrieben hat, nämlich bis in die 2000er hinein.
Und die beiden haben es wirklich gelohnt.
Dadurch, dass sie Jürgen war extrem gut in der englischen Sprache.
Ra hatte eine deutsche Frau.
Das heißt, er konnte eigentlich sehr gut Deutsch.
Er hat sich nur nicht reden getraut.
Das wissen wahrscheinlich auch nicht viele, dass Ra Deutsch sprechen konnte.
Jaja, manches Mal hat er ein paar Wortfetzen von sich gegeben.
Und wir haben dann immer wieder gesagt, wenn sie dann so Deutsch gesprochen hat vom Raser, der versteht alles.
Oder die Großteil davon, ja.
Und daher war das auch so toll in Bezug auf Übersetzungen.
Ja, weil das Refejing ist übersetzt worden, das schwarze Buch ist übersetzt worden, auch das weiße Buch aus dem Buch der Lettern.
Und die beiden haben quasi immer gegengecheckt.
Ja, der Jürgen hat ihn immer wieder gefragt, so kann man das so übersetzen.
Und dadurch, dass er auch die deutsche Sprache kannte, gab es da für mich einfach eine wunderbare Symbiose, damit, wenn wir wissen, wenn Texte übersetzt werden, sie spiegeln nie eins zu eins wieder.
Das wissen wir alle.
Aber so kommt es doch relativ nahe, weil der Ra auch immer wieder ein Auge drauf gehabt hat.
Also das war so jetzt in Bezug auf Anfänge.
Wie ich zum Human Design dazugekommen bin, gab es im Grunde genommen ganz wenig Unterlagen.
Es gab das Schwarze Buch, das Human Design System, wo die erste Generation des Refugees drin war.
Aus dem Buch der Lettern war damals so das Compendium des Wissens.
mit der zweiten Generation des Ray Fijings.
Dann gab es schon, glaube ich, zu meiner Zeit ein Mini-Büchlein über Sexualität, ein Mini-Büchlein über Manifestieren, Generieren, Projizieren und Reflektieren.
Aber im Endeffekt haben wir alles aus den Kursen gelernt.
Und vor allem, wie ich dazu gekommen bin, das war ja im Jahr 1997.
Also ungefähr zehn Jahre nach dem Encounter.
Genau.
Und damals Human Design.
Ich meine, man muss sich vorstellen, ich war ja Molekulargenetik-Doktorandin.
Jemand, der eigentlich mit der Wissenschaft auf Du und Du war und geglaubt hat, ihr Leben da drinnen verbringen zu wollen.
Nun hatte ich ein sehr eigenartiges Erlebnis und das, denke ich, ist für Leute, die so schräg gestrickt waren wie ich, einfach notwendig, auch wie rar gestrickt waren.
Der hat ja, bevor er seinen Encounter gehabt hat, hat er ja extreme Drogenexperimente gemacht.
Sonst hätte er das ja gar nicht überlebt.
Weil es gibt ja auch immer wieder Menschen oder gab es in den 2000er Jahren, die sich gemeldet haben oder wo der Jürgen gesagt hat, du, die reden immer vom Buch der Lettern und reden eigentlich vom Human Design System, aber sind in der Klapse.
Also der hat das wirklich auch, der hat quasi sein Gehirn dafür, seine Gehirnchemie hat aufbereitet werden müssen, damit das überhaupt funktioniert hat.
Okay, so wie wenn man Gift nehmen würde in kleinen Dosen, damit man dann sozusagen… Genau.
Und für mich gab es auch so ein Erlebnis.
Ich war von 96 auf 97, also gerade 96 war ich wirklich an der Schwelle zwischen Leben und Tod durch eine Salmonellenvergiftung.
wo ich mich geweigert habe, Antibiotika zu nehmen, solange nicht festgestellt wurde, dass das wirklich Salmonellen sind.
Ich war wirklich nur noch Haut und Knochen und ich habe nichts mehr drin, nichts mehr essen können.
Ich habe aber geweigert, mich ins Spital einliefern zu lassen.
Ich habe gesagt, wenn ihr mir es schwarz auf weiß gibt, dass es Salmonellen gibt und ihr ausgetestet habt, welches Antibiotikum wirkt, dann nehme ich das auch.
Und das war, mein damaliger Arzt hat gesagt, weißt du, dass das kurz vor knapp war?
Ich habe nicht gedacht, ich habe nicht gewusst, wie lange du das noch durchhalten wirst.
Also das war mal so der erste Trigger-Event von mir und ich habe das natürlich schon realisiert, dass es nicht ganz lässig um mich gestanden ist, aber dass es so knapp war, nicht.
Ich habe dann nur, wie ich dann wieder aufrecht gehen konnte und mich vor den Spiegel stellen konnte, habe ich dann schon gesehen, das hat was mit mir gemacht.
Also ich war damals wirklich Haut und Knochen.
und hatte aber gleichzeitig schon gebucht gehabt einen Trommel- und Tanzworkshop in Afrika.
Nämlich in Afrika, wo maximal 50 Weiße sind.
Guinea, wo man gewusst hat, da kann es jederzeit Bürgerkrieg geben.
Und by the way, ich bin mit dem letzten Flieger, bevor der Flieger ausgebrochen ist, bin ich raus.
Ah!
Es war wirklich verrückt.
Und da drinnen, es war wirklich ein absoluter Kulturschock.
Und das war für mich auch so eine Initiation.
Und da haben sie alle von Voodoo geredet.
Und Voodoo funktioniert.
Und selbst die Weißen, die Deutschen, die das mitorganisiert haben, haben gesagt, ja, da gibt es die afrikanische Krankheit und so weiter.
Das war Voodoo.
Da habe ich gedacht, also Leute, entschuldige.
Ich habe es aber selber erlebt.
Ich habe es wirklich erlebt.
Ich kann es auch nicht beschreiben, wie es war.
Ich weiß, das war Voodoo und die Leute haben gesagt, das gibt es.
Und dann habe ich gesagt, ja, das gibt es sehr wohl.
Also war ich darauf vorbereitet, weil ich habe nichts, was nicht beweisbar war, hat man ja an meiner Salmonell-Geschichte gesehen, nichts, was nicht beweisbar ist, habe ich nicht angenommen.
Aber durch dieses Erlebnis, dass es wirklich etwas zwischen Himmel und Erde gibt, das man nicht erklären kann und das echt spooky sein kann, habe ich gesagt, okay, sowas gibt es auch.
Also hast du dich so den Esoterischen etwas geöffnet dadurch?
Ich würde nicht sagen, dem Esoterischen geöffnet, aber ich habe gewusst, es gibt mehr.
Wo ich mich geöffnet habe, war dann das Human Design.
Weil dann haben wir gedacht, okay...
Das kann ich mir mal anschauen.
Und natürlich mit meinem offenen Ego.
Ich habe Ese getroffen.
Und wir haben gemeinsam dann auch eine Trommelgruppe gehabt und haben wirklich afrikanische Rhythmen musiziert.
Und sie kam halt dann mit einem Human Design daher.
Das kam über sie.
Das kam über sie.
Und dann hat sie mir lange gebraucht, bevor sie überhaupt meine Geburtsdaten bekommen hat, weil ich eh damals noch gedacht hatte, eh alles Schwachsinn.
Und man muss dazu sagen, die beiden Mütter haben in derselben Bank gearbeitet.
Also egal, was sie mir sagen wird, die beiden Mütter werden sich unterhalten haben und Isi hat es gewusst.
Das war so meine Annahme.
Und dann hat sie mir aber so von Mal zu Mal, quasi Trommelgruppe zu Trommelgruppen-Event, hat sie mir ein Reading gegeben.
Und dann hat sie mir Dinge gesagt, wo ich weiß, das weiß meine Mutter von mir definitiv nicht.
Und dann habe ich mir gedacht, das könnte jetzt interessant sein.
Und dann kam eben Ra nach Wien.
Und das war auch so witzig.
Sie hat es mir, ich weiß nicht, wie oft gesagt und wie oft gefragt.
Und ich habe immer gesagt, nein, weiß nicht.
Und dann war es irgendwann einmal so, am Montagabend im Juli, wo sie gesagt hat, du, der Ra ist da, wenn du es kommen magst, kommst.
Und dann war plötzlich eine Klarheit da.
Ich habe damals Typstrategie und Autorität, so wie mir das Ilse erklärt hat, und so bis damals da war, war das ja nicht so klar.
Aber ich habe trotzdem gewusst, okay, da ist was, da gehe ich hin.
Ich habe den Ra, es war damals bei Ilse in der Wohnung, im sechsten Bezirk.
Ilse begrüßt mich, der Jürgen begrüßt mich und sagt, ja, das ist der Übersetzer.
Und wir alle waren gerade mal zehn Leute und haben gesagt, wir brauchen keinen Übersetzer, wir wollen den Ra einfach so hören.
Dann gehe ich auf den Balkon zu Ilse, sehe Ilses Sohn und sage Hallo und sehe diesen komischen Typen mit der Funny Head.
Er hatte seinen Hut auf.
Und ich sage Hallo.
Und er hat nicht einmal Hallo gesagt.
Und ich gehe zu Ilse und sage, was ist denn der Typ?
Ich meine, ignorant hoch 10, arrogant, grüßt mich nicht einmal, ich gehe, interessiert mich nicht.
Die Ilse, wow, bitte bleib da.
Und Jürgen hat dann einen Satz gesagt, ich kann nicht mehr sagen, welcher Satz, aber ich weiß, das war dieser Turnaround, wo ich sage, okay, und das schauen wir jetzt an.
Im Endeffekt, was mich ja wirklich interessiert hat, darum war ich überhaupt bei dem Vortrag, weil die Ilse mir auch immer sagt, das hat was mit Genetik zu tun.
Mein offenes Ego sagt, ich werde beweisen, dass das Schwachsinn ist.
Und dann war das Interessante für mich, wie er Gott sei Dank ohne Übersetzung gesprochen hat, wie ich da drinnen gesessen bin, habe ich gesagt, der redet immer von mir.
Gerade beim Emotionalen und so, weil der redet mit mir.
Ja, ich habe mich immer persönlich betroffen gefühlt, ja.
Ich war so fasziniert, habe mir gedacht, er mag zwar ein Arme mit Ohren sein, aber das ist toll, ja.
Und so wurde ich quasi mit dem Virus Human Design infiziert.
Bin dann eben sofort in die Ausbildung gegangen, was man damals nicht als Ausbildung nennen konnte.
Ja, aber so war mein Anfang, ja.
Wie war denn, wie hast du den Ra wahrgenommen?
Also wie war denn so, okay, der erste Impuls war, der ist ja voll ignorant und der sagt dann mal Hallo, aber wie war es denn so über die, sagen wir mal, die ersten zwei Jahre oder so, wie würdest du beschreiben, war denn die Experience mit ihm?
Also die ersten zwei Jahre, das war noch immer so ein, das ist ein komischer Typ.
Also da war echt schräg.
Wo es sich zu ändern begonnen hat, war beim ersten Magic Island Retreat.
Das war 2000, wo die ersten nationalen Organisationen vergeben wurden und das Ganze war ja so witzig, in einem Yoga-Zentrum.
wo wir jedes Mal uns, diese Autofahrt zum Yoga-Zentrum war, wir hätten eigentlich einen Jeep gebraucht und waren aber mit so einem Mini-Auto unterwegs, wo wir gesagt haben, hoffentlich sitzt man nicht auf.
Wie wir dann unten waren, ist uns mitgeteilt worden, also wir sitzen auf Matratzen.
Der Ra war der Einzige, der im Sessel sitzen durfte, weil sie keine sonst Sessel hatten im Yoga-Zentrum.
Ja, und dann sind natürlich die ganzen vorläufigen nationalen Organisationen mit den Grüppchen gesessen und haben übersetzt.
Und da war ich ja schon Analytiker.
Ich bin ja 1999 Analytiker gewesen und im Februar 2000 bin ich ja sogenannter Basislehrer gewesen.
Und da kam dann nochmal viel mehr Klarheit über Typ, Strategie, Autorität.
Und auch wenn man ihn so beobachtet hat, wie er gegessen hat, wie er sich unterhalten hat, da kam er mir schon etwas sympathischer vor.
Und was ich zur damaligen Zeit natürlich auch gemacht habe, ich habe damals schon das erste Compendium quasi hergestellt von erster Generation und zweiter Generation.
Ich habe das damals schon mit dem Jürgen diskutiert.
Ich habe gesagt, das sollte man eigentlich so publizieren.
Jürgen hat gesagt, warten wir mal ab, bis Ra aus Amerika kommt.
Der war jetzt in kurzer Zeit in Amerika vorher.
Und haben das dann dem Raar quasi gezeigt.
Ich habe das dann gesagt, du, das habe ich jetzt gemacht.
Und er sagt, ah, du bist die Genetikerin.
Und ich so, ja.
Und er hat gesagt, okay, sehr interessant.
Und dann hat er meinen Schaf gesehen und hat gesagt, es kann sein, dass du ab einem gewissen Zeitalter viel Geld verdienen wirst mit deiner Aura.
Er hatte 59 Sex damals angesprochen gehabt.
Ja.
Da bin ich erst über die Zeit gekommen.
Auf jeden Fall hat er dann mir so ein bisschen auf die Schulter geklopft und gesagt, you're lucky, you have survived it.
Weil da war ich ja schon in meinem Saturn, außer meinem Saturn Return.
Ich war ja ein 3-3, als 3-6er.
Und was er damit gemeint hat, hat er gesagt, du hast den...
Saturnreturn überlebt und genau zu meinem Saturnreturn, genau in diesem Jahr 1997 bin ich ja zum Human Design gekommen und habe ja 1998 die Krebsdiagnose gehabt und ich habe es überlebt.
Also, ja, das war sehr spannend, was er da alle ein paar Sätze gesagt hat und irgendwie, weil damals sind ja die nationalen Organisationen in ein paar Weisen vergeben worden.
Ich war ja quasi von diesem, ich war ja in diesem Buddy-Team der nationalen Organisationen
der heute alleine geleitet wird.
Und da habe ich ihn privat kennengelernt.
In damals einer kleinen Villa mit noch seinen sehr jungen Söhnen.
Und er hat zum ersten Mal seinen Hut abgelegt.
Ja, ja.
Hast du zum ersten Mal seinen Kopf gesehen?
Ich habe seine Glatze gesehen, ja.
Und dann hat er hinten noch seine Rattenschwanze.
Und ich bin zu Ilse so...
boah, entschuldige, ich packe es jetzt gerade nicht.
Und die Elisa sagte, herrsch dich.
Und ich habe einfach nur lachen können.
Von dem Moment an habe ich ihn immer wirklich ernst nehmen können.
Das war natürlich nur dieser Moment.
Natürlich habe ich ihn auch ernst genommen, aber da war all das, was ich vorher so für, wo ich mir gedacht habe, na, und der Typ und das Simul-Design ist ja super, aber den halten wir ja nicht aus, war plötzlich weg.
Und da hat sich wirklich für mich mein Verhältnis zu ihm sehr, sehr geändert.
Und in dem Moment, wo er natürlich gewusst hat, dass ich Genetiker bin, bin ich richtig für ihn interessant geworden.
Das war ja so lustig.
Vielleicht nochmal was anderes.
Vielleicht machen wir nochmal eine Folge, wo wir wirklich nur über RAR reden.
Ich würde vielleicht noch gerne wissen, wie würdest du denn beschreiben...
wie die Szene damals war und wie du sie jetzt wahrnimmst.
Weil jetzt ist es, ja, Human Design ist ja überall.
Das war in New York Times, glaube ich, sogar haben sie darin berichtet, im Stern.
Also überall war ja Human Design die letzten zwei, drei Jahre.
Das ist ja wirklich ein riesiger Aufschwung.
Weltweit, würde ich sagen, ist es mittlerweile bekannt.
Zumindest hat man es gehört.
Und ich meine, du hast die Anfänge mitbekommen, auch wenn es zehn Jahre nach dem Encounter war.
Dennoch, das waren ja die Babyschritte noch.
Absolut, absolut.
Wo es nicht einmal noch eine gescheite Analytikerausbildung gegeben hat.
Wir waren zwar Analytiker, aber das Reading hat damals ganz anders ausgeschaut.
Und wer viel gelernt hat, das war alles rudimentär.
Bis aufhin, wenn du die ganzen Seminare besucht hast, dann hast du immer den Wissen dazugeholt, was eigentlich für uns alles selbstverständlich war.
Ja, die Community damals war eine Community von Crazy Heads.
Also heutzutage würde man sie Schwurbler nennen.
Freischweber haben wir sie damals genannt.
Wirklich ganz verrückte Leute.
Andererseits aber auch komplett bodenständig.
So wie ich aus der Wissenschaft komme, dann eine Margit Müller, die ja auch lange in Human Design Austria tätig war, eine Manifestorenbuchhalterin.
Ah je, komplettes Gegenteil.
Genau, Werner Pizal, die waren so in meiner Ausbildungsgruppe drinnen, Psychotherapeut.
Dann gab es einen Roland von Nie, der Arzt.
Der Hans-Werner-Chemiker-Pensionierter.
Also das war wirklich bis hin zu einer Frau, die im Zirkus begonnen hat und dann lauter Seminare organisiert hat, die ihrem traut.
Es waren wirklich ganz verrückte Leute.
Und auch bei den Seminaren, die so organisiert worden sind, manches Mal hast du dir echt gedacht, in meinem Straight-Wissenschafts-Ding,
Wo bin ich hier gelandet?
Es war echt sehr strange.
Andererseits, durch meine Individualität und durch meinen Dreisechser, waren diese Leute immer sehr interessant für mich.
Es war immer so ambivalent, wo bin ich da gelandet?
Und auf der anderen Seite waren es total liebe Leute.
Aber manche Leute waren auch richtig durchgeknallt.
Also wo ich mir gedacht habe, puh.
wo ich selber noch in meinen Kursen, aber das war in den 2000er Jahren, plötzlich waren, Studenten von mir waren, die mir erzählt haben, ob ich jetzt weiß, dass der Busch ein Reptiloid ist und dass wir alle von den Pleiten kommen.
Moment!
Okay, also wirklich völlige Freaks.
Völlige Freaks und das hat sich dann ausgedünnt.
Auf der einen Seite war es ja lustig mit so vielen Freaks, weil das waren halt interessante Leute, wo ich mir gedacht habe, ich kann jetzt auch ein Reptiloid sein.
Aber wir waren halt damals alle sehr daran interessiert, Wissen zu erlangen.
Und da ist, glaube ich, ein Grundstein gelegt worden von dem, was wir heute die Reste davon haben, die leider hochgepoppt sind, so nach dem Motto, ich ziehe mir alles rein und das kann ich jetzt.
Aber wir waren halt damals alle extrem gierig auf Wissen.
Und wir haben damals unsere echten Schwierigkeiten gehabt, das zu leben.
Ich habe das wirklich gemerkt bei mir selber in meinem Prozess.
Bis zum Jahr, bis zu diesem Magic Island Retreat, wo es sonnenklar war.
Und damals gab es ja auch schon Jovian Archive.
Und Jovian Archive hat damals einen Newsletter rausgebracht.
Vielleicht werde ich die einen oder anderen Schmankerl in meine History auch einmal reinbringen, wo es jedes Monat einen Newsletter gegeben hat und wo der Ra auch selber Dinge erklärt hat.
Und wo es da wirklich klar war, wie Typ Strategieautorität wirklich funktioniert.
Also von den Nicht-Selbstzentren und Nicht-Selbstfragen, da sind wir noch entfernt.
Aber das war halt bis zum Jahr 2000 und da habe ich dann eigentlich erst nach drei Jahren
mehr und mehr das Gefühl gehabt, wie wirklich eine sakrale Response funktioniert.
Ich habe natürlich da herumgetindelt.
Natürlich habe ich das gespürt, aber es war halt zum Teil im Austausch, zum Teil im Spüren, das war alles so ein bisschen, sage ich jetzt einmal, schaumgebremst und nicht so klar.
Aber dieses Emotionale habe ich immer schon gespürt, weil das haben alle Leute schon quasi mitgekriegt, dass ich hoch emotional bin.
Also wenn man sagt, ich bin ein emotionales Wesen, damals beim Vortrag, ja, das bin ich.
Aber wie das so wirklich zusammenhängt und wie man die korrekten Entscheidungen trifft und dieses wirklich ganz klare Experiment, dieses wirklich Typ Strategie Autorität war zumindest bei mir erst ab den 2000ern möglich.
Man kann natürlich jetzt sagen, es hängt damit zusammen, wenn man sagt, in den ersten dreieinhalb Jahren, da ändert sich viel und dann geht es eher nach den zweiten dreieinhalb Jahren, wird es leichter.
Vielleicht ist es auch dieses Phänomen gewesen, weiß ich nicht.
Ja.
Aber ich muss ganz ehrlich sagen, in meinem Anfang, in meinem Experiment, ich war ziemlich, wie sagt man im Österreichischen, bochert.
Also nicht sehr effizient unterwegs, ich habe mir einfach schwer getan.
Weil ich, und das war auch eines der Aussagen vom Rad, die er auch einmal bei uns im Kurs gesagt hat, er sagt,
Die Intelligentesten und wirklich die Leute, die halt top unterwegs sind, das sind meistens die Dümmsten im Human Design.
Und dazu habe ich mich auch gezählt.
Bis ich das kapiert gehabt habe.
Mann, oh Mann.
Und mein Verstand.
Währenddessen wir uns unterhalten, argumentiert er ja schon wieder mit mir.
Jetzt sage ich ja danke für den Einwand.
Schauen wir mal, ob ich eine Response habe, das den Leuten da mitzuteilen.
Aber das war echt mühsam.
Vielleicht zum Abschluss noch, weil man sieht immer wieder online, weil heutzutage ist ja, wie gesagt, es ist jetzt sehr global überall verfügbar, mehrere Sprachen, es gibt hunderte von Lehrern, nicht wie damals, da gab es halt den einen und da ist man hin und da gab es die neuesten Infos.
Vielleicht in Bezug dazu, wie war denn dieser Übergang von, okay, man hatte jetzt diese zwei Bücher am Anfang und plötzlich kam Ra mit mehr Infos und mehr Infos.
Wie war das für dich?
Hast du erstmal gesagt, woher nimmt er jetzt die Infos oder hast du wirklich gemerkt...
Doch, da ist was dran und das war alles für dich nachvollziehbar, auch mit deinem wissenschaftlichen Hintergrund, weil es ist so ein Thema, was online immer wieder passiert, dass Menschen sagen, ja, aber warum gibt es jetzt so einen Typ, das hat er ja nur erfunden, um Geld zu machen zum Beispiel.
Da wäre es vielleicht interessant, was ist so die History of Type zum Beispiel, wie waren denn die Anfänge da, wie hat sich das angefühlt oder wie waren deine Gedanken dazu?
Also wie dann mehr Material gekommen ist, das hat ja schon Anfang der 2000er begonnen.
Man muss wissen, 1999 sind zum ersten Mal die Profile unterrichtet worden.
Und da gab es nur die Rollentore dazu, die das beschrieben haben.
2000 in Sedona sind zum allerersten Mal Inkarnationskreuze unterrichtet worden.
Es gab natürlich vorher auch schon ein paar Material über Sexualität und so und ein bisschen über Partnerschaft.
Da gab es schon die erste Partnerschafts-Lizenz.
Und für uns war das nie assoziiert, dass es mit Geld machen zu tun ist.
Man hat einfach gemerkt, dass der RAR wirklich immer zur rechten Zeit die rechten Informationen uns mitgegeben hat.
Und gerade bei den Inkarnationskreuzen, ich kann mich nur erinnern, die Ilse war immer so lästig, weil sie gerade mal den Wessel gegeben hat und gerade mal die Sphinx gegeben hat.
Also ihr Inkarnationskreuz der Planung hatte er dann noch gesagt.
Und wie das dann gekommen ist, sind wir eigentlich, war ich, also vom Gefühl her, habe ich gesagt, ja, es ist genau zur richtigen Zeit gekommen.
Und er hat nichts erfunden.
Also das, was ich halt gemerkt habe, er hat einen unglaublichen Speicher gehabt.
Und durch diesen dritten Kristall hat er immer gemeint, er kommuniziert mit ihm mit Ja-Nein, was für mich nicht der Fall war.
Das hat er so empfunden.
Gerade bei Online-Unterricht war es viel besser nachvollziehbar wie bei Live-Unterricht.
Bei Online-Unterricht hat man gemerkt, da spricht jetzt was anderes.
Und wo er das meistens so 20 Minuten, es war seine Stimme, man hat es gehört, aber ich habe es an meiner Energie gespürt.
Ich habe gemerkt, wie ich vor dem PC gesessen bin und zugehört habe und wie dann quasi die Durchsage durch war und daran wieder versucht hat zu erklären, was er da gerade durchgekriegt hat, habe ich gemerkt, wie sich meine Attention...
Wo ich dann plötzlich begonnen habe, irgendwelche Papieren in meinem Office zusammenzuräumen, weil es ihnen nur noch erklärt worden ist.
Und das war, da habe ich auch mit anderen Leuten darüber geredet, entweder habe ich jetzt da oben ein Tilt oder spüte das auch so.
Leute, die ihn auch gut kannten, haben gesagt, ja, das haben wir auch erlebt.
so empfunden.
Und das hat nichts mit Geldmacher zu tun.
Da sind ganz viele Dinge quasi, ich sage jetzt einmal, gespeichert gewesen, die zur rechten Zeit durchgekommen sind, aber halt über den unbewussten 43-23, der mit der dritten Linie war, wo ja auch ab und zu Fehler entstanden sind, wo es dann refined worden ist.
Aber
Also man kann ihm auch viel nachsagen.
Aber dass der Geldmacher machen wollte, nein, natürlich hat er bei jedem Seminar schon das nächste angekündigt und er hat so angekündigt mit seiner fünften Linie, dass er sagt, das wollen wir auch alle machen.
Natürlich.
Aber das hat nichts mit Geldmacher zu tun.
Also...
Ich war ja in der Hinsicht wirklich privilegiert.
Dadurch, dass er mir so viele Dinge übertragen hat, dass ich auch die Ausbildungen strukturiert habe und auch so viel mit ihm mich unterhalten habe.
Beziehungsweise, wo er mich manches Mal bei den Ibiza-Events hergenommen hat und gesagt hat, jetzt erzähle ich dir mal was, wo kein anderer mehr zugehört hat.
Oder bei unseren Online-Treffen.
Wo wir viele Dinge besprochen haben und ich habe Theorien entwickelt, er hat Theorien entwickelt, wir haben sie uns gegenseitig hin und her geschickt und ich habe gesagt, stimmt das, kann man das so sehen?
Also da war ich ja schon privilegiert und daher habe ich ihn auch von einer anderen Seite kennengelernt.
Und ganz ehrlich, wenn ich so zurückdenke an meine Studienzeit, an meinen damaligen Doktorvater, das war ja nicht mein Chef, der war ja damals noch nicht habilitiert.
Mein Doktorvater, ich habe immer einen Doktorvater gesehen als Mentor, als jemand, der mich in meinem wissenschaftlichen Prozess begleitet, der über meine Entwicklung drüber schaut.
Das war alles nicht.
Das war außer Frust nur Frust.
Und für mich war der Ra so jemand.
Auch ein bisschen so eine Vaterfigur.
Ein bisschen eine Vaterfigur, aber auch wirklich ein Mentor.
So wie ich mir eigentlich während meiner Dissertation gewünscht hätte.
Und wie gesagt, man kann viel über ihn sagen, aber das, was du angesprochen hast …
Natürlich kann man mir jetzt wieder sagen, er hat dich projiziert da was in ihn hinein.
Ja, klar.
Aber wie gesagt, ich habe ihn sicher von... Ich glaube, es hat ihn kaum ein Mensch so erlebt, wie ich ihn erlebt habe.
Weil da sind ein paar Dinge vorgefallen, die weiß keiner.
Und er hat auch ein paar Dinge, habe ich erfahren von seiner Frau nach dem Tod, die gesagt hat, Andrea, weißt du, dass du regelmäßig bei uns Tischgespräch warst?
Und ich so...
Und ich so, okay, habe ich alles nicht gewusst.
Also, ja.
All das und mehr können wir ja vielleicht in diesem Podcast besprechen.
Absolut.
In vielen Episoden.
Jetzt haben wir mal den Anfang gemacht, ne?
Ja, vielleicht für die Menschen, die zuhören, falls du, wenn du jetzt hier zuhörst, sagst, oh, ich habe da voll eine ganz wichtige Frage bezüglich der Geschichte von Human Design und von, was war denn ja XY oder wie ist das und das, jederzeit einfach eine E-Mail schreiben, weil das ist ja genau der Input dann auch, dass wir da Sachen besprechen können, beziehungsweise, dass ich dich, Andrea, dass ich solche Sachen fragen kann, weil ich habe natürlich auch nur meine begrenzten Fragen und es ist viel spannender, wenn man die Fragen der Zuhörer auch noch integriert.
Okay.
Ja, dann sage ich danke für deine Fragen, denn mit meinem rezeptiven Verstand sind das die besten Mittel, um ein bisschen etwas, was ich schon erlebt habe, auch unseren Zuhörern mitteilen zu können.
Also, bis dann.
Danke.