Dekonditionierung durch Typ, Strategie und Autorität - oder doch nicht? - Mai 2025
01. Mai 2025 16 Min.

Dekonditionierung durch Typ, Strategie und Autorität - oder doch nicht? - Mai 2025

Dekonditionierung durch Typ, Strategie und Autorität - oder doch nicht? - Mai 2025
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Dekonditionierung durch Typ, Strategie und Autorität - oder doch nicht? - Mai 2025
Folge 5 16 Min. 9 Downloads

Über diese Episode

In dieser Episode von Human Design Inside geht Andrea Reikl-Wolf der Frage nach, ob wir uns wirklich auf Typ, Strategie und Autorität verlassen können – oder ob wir oft nur glauben, es zu tun.

Andrea erklärt, warum der Mind so leicht interveniert, wie ein Bruch zwischen Ton und Farbe die innere Autorität verfälschen kann, und weshalb es gerade am Anfang des Human Design Prozesses schwierig ist, authentische Entscheidungen zu treffen. Aus 26 Jahren Praxis zeigt Andrea auf, wie PHS und tiefere Dekonditionierung den Zugang zu echter Autorität erst wirklich öffnen – und wie man die Fallen des Nicht-Selbst entlarvt.

Human Design Inside ist ein Podcast von Dr. Andrea Reikl-Wolf, international anerkannte Human Design Lehrerin und Ausbildnerin. Mehr Informationen, Kurse und Angebote findest du auf www.humandesign.at 

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Transkript (2,166 Wörter) - Automatisch transkribiert — Ungenauigkeiten bei Namen/Fachbegriffen sind möglich.
Das heutige Thema Human Design Insight. Es gibt mehrere Gründe dafür. Und dieses Thema heißt so Dekonditionierung, die Falle, wenn ich ins junge Design einsteige, auch die Fallen, wenn ich Typstrategie und Autorität anwende. Wir haben ja das Monat Mai. Und Mai steht für mich immer für M-Mai-Mutation. Und gerade dieser Mai ist besonders wichtig. Also wie schon erwähnt in unserer Fernsehvorschau, in den Newsletter, es ist wirklich der Mutationsmonat. Also auch wirklich die Möglichkeit, auch seinen eigenen Prozess, seinen eigenen Entwicklungsschritt zu mutieren, zu transformieren. Ich habe das jetzt natürlich aus meiner Praxis heraus, 26 Jahre Human Design Analytikerin, 25 Jahre Human Design Ausbildnerin, Naja, da erlebt man schon einiges während dieser Zeit und wir tauschen uns natürlich als Kollegen auch immer aus und da gibt es halt immer so Themen, sag mal Andrea, hast du das auch schon bemerkt? So viele, die ins junge Design einsteigen und meinen, sie sind jetzt in ihrem Prozess, verwenden ihr Design als Ausrede. Ja, habe ich auch schon bemerkt und das ist eben das Tückische dabei. Ja, dieser Mind, der ständig dann ein Argument hat und dann ist man so im Mind verstrickt, dass anstatt man sein Design zu leben, erklärt man nur sein Design, ohne auf Response, innere Autorität zu achten. Eine wirklich spannende Sache. Und natürlich darf man die restlichen Grundtypen auch nicht auslassen, nämlich zum Beispiel auch die Projektorin sagt, na, das ist jetzt aber keine Einladung. Also, Es ist wirklich eine absolute Nicht-Selbstfalle, ständig Argumente zu bringen, warum man gerade das nicht macht. Das ist natürlich auch so eine Sache, wie sehr kann man sich am Anfang in seinem Prozess wirklich auf seine innere Autorität verlassen. Und da spreche ich jetzt wirklich etwas an, was vielleicht manche Menschen, manche Human Design Beginners ein bisschen aufrütteln. Aber wie gesagt, ich habe dreimal das Tor des Schocks. Also, jetzt mit der 25 gemeinsam, das ist gerade mal aktiv. Warum sage ich das? Da gehe ich jetzt einmal auf eine ganz, ganz andere Ebene. Nämlich, wie baut sich unser Design auf? Unsere sogenannte Quantum Illusion. Sie baut sich aus den unteren Strukturen aus. Also aus diesen drei Frequenzen. Aus der Basel, Ton, Leben wir konditioniert in der Nicht-Selbst? Gibt es da einen ziemlichen Break in der Verbindung von Ton und Farbe? Und im Endresultat ist es so, dass die Farbe, die eigentlich authentische Farbe, in die harmonische überwechselt. Was heißt das? Das heißt Transparenz. Und wenn natürlich diese harmonische Farbe beim magnetischen Monopol komprimiert wird und dann das Design aufbaut, ja, dann funktioniert natürlich diese Optik. Und warum gibt es da jetzt dieses Thema Tonfarben? Ton ist das kognitive Potenzial. Und der Ton, das kognitive Potenzial, leitet die innere Autorität an. Also das heißt, wenn es da einen Break gibt zwischen Ton und Farbe und die falsche Farbe quasi die Quantum Illusion aufbaut, ja wie ist denn das dann mit der inneren Autorität? Funktioniert die wirklich gut? Und deswegen ist ja auch genau meine Erfahrung aus der Praxis heraus, dass eben ein Reading oder selbst so, wenn man das erste halbe Jahr im Human Design ist, die erste Hose besucht hat, Ja, das ist dann relativ schwierig, das Thema mit der inneren Autorität. Spürt man sie wirklich oder futscht da der Mind rein? Und gerade zum Beispiel beim sakralen Response. Oh Mann, was ich erlebt habe in meinen Bauchstimmentrainings. Wie sehr der Mind die Bauchstimme verändern kann. ist aber leicht zu entlarven. Ein kleines Video, ein Feedback und der Nicht-Selbst-Mind ist entlarvt. Und so ist es aber auch mit den inneren Autoritäten. Der Mind kann blitzschnell drüberfahren. Und man muss einfach hier unterscheiden lernen, manipuliert hier der Mind oder ist es wirklich eine authentische Reaktion? Ist es wirklich authentisch, was ich hier in der inneren Autorität spüre? Und das ist natürlich tricky, weil genau dieser Break zwischen Ton und Farbe einfach am Anfang da ist. Und wie ich auch schon erwähnt habe, in der Praxis gut zu sehen, wenn Menschen dann ein bisschen im Prozess drinnen sind und dann beginnen, ihr PHS zu leben, also bei mir in der Prozessarbeit sind, dann eines der ersten Effekte, die sie haben, ist, ich tue mir jetzt viel leichter bei meinen Entscheidungen treffen, nämlich über Typstrategie, Autorität. Ich spüre meine innere Autorität viel besser. Ich habe mehr Zugang zu meinem Response. Ich spüre die Einladungen viel besser energetisch. Weil dann dieses sogenannte verschüttete kognitive Potential, der Ton, plötzlich nicht mehr verschüttet ist. Die Schlussfolge ist, dass nicht die harmonische Farbe der großen Teil der Zeit, sondern die tatsächliche authentische Farbe und die Frequenz davon vom magnetischen Monopol aufgegriffen, sublimiert wird und baut die Quantum Illusion ab. Deswegen ist es eben für mich so das Thema, wie sehr kann ich mich auf meine innere Autorität am Anfang meines Prozesses verlassen? Sie ist da. Nur ist immer die Frage, weil eben von der Struktur unterhalb der Linie halt auch nicht die richtigen Frequenzen da sind, hat der Mind so ein sehr, sehr leichtes Spiel. Und man merkt es ja nicht einmal. Und dann glaubt man, ich habe jetzt keine Response dazu und das nicht und jenes nicht. Und dann auch immer so die netten Fälle in der Praxis. Ich habe da immer so meinen Klassiker. auch so in meinem eigenen Leben, wenn ich jetzt so einen authentischen Response habe. Und natürlich wird es über die Jahre mehr. Und wenn ich jetzt daran denke, ich bin, oh mein Gott, im fünften Dekonditionierungszyklus drinnen, was richtig, richtig lange ist, es wird immer besser, überhaupt keine Frage. Aber wenn einmal mein sakraler Response zum Beispiel ist, sagt und auch über die Seite sagt, wenn mich wer fragt, möchtest du steuern? Nein, ich möchte diesen Staat nicht unterstützen. Okay, also was wäre dann die Möglichkeit? Dazu gehen wir. Und irgendwann einmal kommt man drauf, oh oh, das ist aber jetzt nicht so gut, weil plötzlich steht die Finanzpolizei da, plötzlich kriegt man die eine Anzeige nach der anderen, ein Finanzprüfungsverfahren. Und dann denkt man sich, ja Moment einmal, es war eine richtige Response, keine Steuern zu zahlen. Naja, aber es gibt immer Konsequenzen im Leben. Und dann ist es auch so wichtig, nicht nur zu fragen, hast du dazu eine Response, sondern weitere Fragen zu stellen, nämlich wie kannst du mit den Konsequenzen leben? Und ich zahle jeden Cent absolut korrekt. Steuer. Weil ich brauche kein Finanzprüfungsverfahren. Nein, danke. Ein eindeutiges Nein. Und so ist es halt mit ganz vielen Dingen im Leben. Ich bringe halt ganz gerne auch das Beispiel, mein Lieblingsbeispiel, jeder Kurs hört das, das rote Sofa. In der Zeit, wo wir unser Haus eingerichtet haben, ich bin ja mit meiner sogenannten Lebensumgebung, Marktplätze, externe Marktplätze, ich liebe es, externe Marktplätze einkaufen zu gehen. Möbelhäuser, Möbel aussuchen. Mein Mann, der eine Höhlenumgebung hat, sagt, bitte mach es alleine. Andrea sieht ein so schönes, rotes Ledersofa. Und dieses Ledersofa Da war der Response so da. Telefon gezückt. Sag ich, Schatzi, ich habe uns so vergeboren. Und er, aha, wie schaut es denn aus? Und ich so, knallerot, Leder. Wunderschön. Und dann kommt als allererste die Frage, bist du dir sicher, dass du das kaufen möchtest? Und ich so, aha. Man kann es bei dem belassen. Oder, und das ist natürlich das, wo man dann darüber hinausgehen sollte, nicht nur habe ich da jetzt eine Response dazu, sondern auch weitere Einabstimmungen zu haben. Weil, das kann natürlich dann sein, hätte ich dieses rote Ledersofa gekauft, ohne die weiteren Fragen zu haben. Es wäre spannend gewesen, dieses rote Ledersofa dann in meinem Wohnzimmer zu haben und was dann mein System gesagt hätte. Okay, die nächsten Fragen. kannst du dir dieses Sofa leisten. Und die letzte Frage, kannst du dir vorstellen, dass dieses rote Sofa in unserem Wohnzimmer steht? Nein. Es gefällt mir, ich kann es mir leisten, aber letztendlich, das Ding steht in meinem Wohnzimmer. Und so ist es mit vielen Dingen, wenn die Leute sagen, ich habe keine Response dazu. Aha, ich habe eine Response dazu. Ja, aber dann, was noch? Es gibt dann immer diese Feilabstimmungen. Das wird ganz oft vergessen. Und auch, es wird immer vergessen, dass jede Entscheidung, absolut jede Entscheidung, eine Konsequenz hat. Und so viele Leute denken über die Konsequenzen nicht nach. Das darf der Verstand nicht. Und dann geht es nicht darüber nachzudenken, was die Konsequenzen sind und vielleicht dann doch die Entscheidung zu revidieren, sondern mehr Fragen gestellt zu bekommen als ein Generator. Oder wenn die Einladung da ist für ein Projekt, für die innere Autorität und dann auch mehr Fakten zu bekommen, ob das jetzt passt. Und das gilt es zu bedenken, weil dann tappt man sonst wieder in die Falle und sagt, jetzt habe ich dieses rote Ledersofa in meinem Wohnzimmer stehen und das gefällt mir überhaupt nicht und jetzt bin ich frustriert, weil halt die Fanabstimmung gefehlt hat. Also das eine ist natürlich wirklich, was der Rai immer gesagt hat, speziell bei den Generatoren, die sind so einfach quasi wachzurütteln. Aber nur eine einzige Frage tut es in ganz vielen Fällen einfach nicht. Und natürlich kommt auch dazu, wie gesagt, gehen wir wieder zu dem ursprünglichen Thema zurück, nämlich zu dem Thema des, wie baut sich unsere Quantum Illusion auf? Man muss auch sagen, wo sind wir in unserem Prozess? Wenn jemand jetzt gerade mal zwei Monate im Human Design ist, ich beginne immer zu hinterfragen, war das wirklich authentisch? Bis hin zu einer Kollegin von mir, die hat gesagt, erstens habe ich einen Grundlagen-2-Kurs gehabt. Und dann erklären mir die Leute, sie haben da jetzt dazu keinen Response, sie fühlen sich da nicht eingeladen. Woher sollen die Leute mit gerade mal Grundlagen-2 wirklich wissen, ob das so 100% authentisch ist? Schieben sie nicht ihren Mind vor? Sind sie nicht in ihren Mustern? Und ich habe damals zu meiner Kollegin gesagt, das gehört natürlich hinterfragt, aber vorsichtig. Weil sonst kann es bei manchen Menschen einen Auslöser geben, das ganze Human Design, egal was ich hier gemacht habe, sagt der Mind, ist eh alles Schwachsinn, weil das ist eh nicht authentisch. Vorsicht. Der Mind ist so tricky. Und wie oft höre ich auch in meinem Freundeskreis, die doch durchaus mit Human Design einiges zu tun haben, nein, ich habe dazu keine Response. Und ich sage, bist du sicher, dass du dich nicht irgendetwas nicht stellen möchtest? Und hast du es da verstanden? Und dann hört man plötzlich eine authentische Antwort. Ich bin nicht sicher. Gut, okay, dann fragen wir weiter. Also das ist etwas, das dauert nicht umsonst, sagen wir hier sieben Jahre. Dekonditionierung, erste Dekonditionierung. Und wenn man das wirklich seriös mit Dedication verfolgt hat, dann kommt man mehr und mehr einfach wirklich zu diesen authentischen Entscheidungen treffen, wo nicht der Mind reingefunkt hat und man es nicht einmal merkt. Also ich weiß, da mag ich jetzt einige Leute aufgerüttelt haben. Und vielleicht würde ich ja sagen, jetzt ist sie ja ganz durchgeknallt, Andrea. Aber ich habe da doch, behaupte ich jetzt mal, einiges an Erfahrung. Und dann kommt natürlich meistens dann so, naja, und du wirst das ja wohl besser wissen. Und ich sage, mhm, ja. Aber ich mache es trotzdem nicht besser. Ich bin zwar schon ewig und drei Tage im Design, Aber auch ich treffe Entscheidungen, die nicht korrekt sind. Ganz selten, aber trotzdem. Ich bin nicht der Wunderruzi, der auf Wasser schweben kann. Ich bin ein Mensch wie jeder andere. Ich habe lediglich ein bisschen mehr Erfahrung und ein bisschen mehr Wissen. Und für mich ist auch immer so das Thema, wenn jemand zu mir sagt, ich lebe mein Design zu 100 Prozent, kriege ich einen Lachkrampf. Oder ich bin gemein und wenn der dann in person da ist, sage ich, naja, dann wäre es eigentlich nicht mehr da. Und so sehe ich das. Würde ich mein Design zu 100% lieben, alle meine Entscheidungen, selbst die mini-mini-mini-Entscheidung korrekt halten, würde ich, glaube ich, nicht mehr hier. Der Sensenmann wäre gekommen und hätte gesagt, Andrea, du hast deine Doppel-Linie. Du darfst gehen, du darfst auf Wolke 7 schweben. Ja, also ich weiß, es gibt immer wieder Momente der Frustration und ich weiß diese Momente der Frustration, weil manches Mal auch noch immer der Mind reinfuscht. Und ich stehe dazu, dass nicht alle meine Entscheidungen authentisch sind. Und das macht mich aus, das macht mich menschlich und ja, deswegen bin ich noch da.
Never ends.